Trockenheit macht Süwag-Wasserkraftwerken an der Lahn zu schaffen

Frankfurt am Main, 12. November 2018: Die anhaltende Trockenheit und die niedrigen Pegelstände der Flüsse beeinträchtigen nicht nur die Schifffahrt. „Auch unseren Wasserkraftwerken machen die niedrigen Pegelstände zu schaffen“, erklärte Dominik Kauss, Leiter Wasserkraft bei der Süwag Grüne Energien und Wasser (SGEW). Der Energieversorger verzeichne deutliche Einbußen bei der Stromerzeugung aus Laufwasserkraftwerken.

Die SGEW betreibt acht Laufwasserkraftwerke an der Lahn. Die Anlage in Nassau wird seit Jahresbeginn modernisiert und steht seither still. Aber auch die anderen Anlagen laufen schlecht. Das größte Wasserkraftwerk in Cramberg musste aufgrund des Wassermangels im Laufe des Jahres immer wieder über längere Zeiträume abgeschaltet werden und erzeugt auch im Moment keinen Strom.

Alle Lahn-Wasserkraftwerke zusammen haben von Januar bis September 30,9 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Im Vorjahreszeitraum waren es 34, 7 Millionen Kilowattstunden. Der Unterschied von 3,8 Millionen Kilowattstunden sei immens, meinte Kauss: „Mit Blick auf die aktuellen Prognosen sind diese Verluste im laufenden Jahr auch nicht mehr aufzuholen.

Insgesamt betreibt die SGEW 16 Laufwasserkraftwerke in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Seit Monaten läuft keines unter Volllast. „Nach heutigem Stand haben wir Erzeugungseinbußen von mehr als 10 Gigawattstunden Strom“, sagte Dirk Gerber, Geschäftsführer der SGEW. Das seien mehr als 3.500 Haushalte, die rein rechnerisch nicht mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden könnten.

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