Trockenheit macht Süwag-Wasserkraftwerken zu schaffen

Frankfurt am Main, 9. November 2018: Die anhaltende Trockenheit und die niedrigen Pegelstände der Flüsse beeinträchtigen nicht nur die Schifffahrt. „Auch unseren Wasserkraftwerken machen die niedrigen Pegelstände zu schaffen“, erklärte Andreas Föll, Leiter des Bereichs Betrieb und Erzeugung Süd bei der Süwag Grüne Energien und Wasser (SGEW). Der Energieversorger verzeichne deutliche Einbußen bei der Stromerzeugung aus Laufwasserkraftwerken

Besonders an den größeren Anlagen wie in Pleidelsheim mache sich die Wasserknappheit bemerkbar. Im September erzeugte das Wasserkraftwerk 744.000 Kilowattstunden Strom. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 1,37 Millionen Kilowattstunden gewesen.

Das Wasserkraftwerk in Willstätt steht bereits seit Mai still. Aus dem Schwarzwald läuft einfach nicht genug Wasser in die Kinzig. Von Januar bis Oktober hat die Anlage gerade einmal drei Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Geplant waren fünf Millionen. „Damit die Stromerzeugung wieder in Schwung kommt, bräuchten wir mal wieder richtig Regen – am besten ein paar Tage lang“, meinte Föll.

Insgesamt betreibt die Süwag 16 Laufwasserkraftwerke in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Seit Monaten läuft keines unter Volllast. „Nach heutigem Stand haben wir Erzeugungseinbußen von mehr als 10 Gigawattstunden Strom“, sagte Dirk Gerber, Geschäftsführer der SGEW. Das seien mehr als 3.500 Haushalte, die rein rechnerisch nicht mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden könnten.

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